Quietschende Stühle im Esszimmer ruhig stellen

Im Esszimmer ist es anders als in anderen Zimmern. Man sitzt mehrmals täglich dort, oft mit anderen zusammen, und das Geräusch fällt stärker auf als etwa in einem Arbeitszimmer, wo man alleine sitzt und sich kaum bewegt. Ein quietschender Stuhl beim Abendessen – jedes Mal, wenn jemand die Position wechselt, sich nach vorne lehnt oder aufsteht – kann erstaunlich viel Unruhe erzeugen.

Und wenn nicht nur ein Stuhl betroffen ist, sondern zwei oder drei, wird es schnell zum Thema.

Warum Esszimmerstühle häufiger quietschen als andere

Esszimmerstühle werden intensiv genutzt. Mehrmals täglich rein, raus, hin und her. Das bedeutet: viele kleine Belastungswechsel, viel Bewegung an den Verbindungsstellen, viel Kontakt mit dem Boden. Gerade Holzstühle reagieren darauf über Zeit – die Verbindungen geben minimal nach, das Holz trocknet aus, und irgendwann entsteht Reibung, wo vorher keine war.

Dazu kommt der Untergrund. Viele Esszimmer haben Parkett, Laminat oder Fliesen – alles glatte, harte Böden. Auf diesen Böden kann ein Stuhlbein bei jeder Bewegung leicht gleiten, und dieser Kontakt klingt manchmal täuschend ähnlich wie ein Geräusch aus dem Stuhl selbst.

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Schritt für Schritt ruhiger werden

Der einfachste erste Schritt: Filzgleiter unter die Stuhlbeine. Nicht wegen der Kratzgefahr – sondern weil sie den Kontaktpunkt zwischen Bein und Boden verändern. Das weiche Material dämpft die Mikrobewegung, die auf glatten Böden das helle Quietschgeräusch erzeugt. Bei Filzgleitern lohnt sich ein kurzer Blick auf die richtige Größe, damit sie halten und nicht nach zwei Wochen abfallen.

Wenn das Geräusch danach noch da ist – oder von Anfang an eindeutig aus dem Holz kommt – sind die Verbindungen dran. Querstreben, Beinverbindungen, Lehne: überall dort, wo Holz auf Holz trifft und Druck entsteht, kann Reibung entstehen. Ein leichtes Holzöl, das in die Oberfläche einzieht, reduziert diese Reibung ohne sichtbare Spuren.

Schrauben nachziehen ist oft der letzte Schritt – aber manchmal der entscheidende. Besonders bei Stühlen, die schon einige Jahre im Einsatz sind und regelmäßig bewegt werden.

Wenn mehrere Stühle gleichzeitig betroffen sind

Das ist häufiger, als man denkt. Stühle, die gemeinsam gekauft wurden, sind gleich alt, gleich beansprucht, gleich gelagert – und reagieren oft zur gleichen Zeit. Das ist kein Qualitätsproblem, sondern schlicht das Holz, das nach Jahren anfängt zu arbeiten.

In dem Fall lohnt es sich, alle Stühle auf einmal zu behandeln, anstatt einen nach dem anderen. Eine kurze Runde mit Holzöl und Filzgleitern für den ganzen Satz dauert nicht viel länger als für einen einzelnen – und man hat danach Ruhe.

Wer merkt, dass das Quietschen trotz allem wiederkommt, sollte den Rhythmus im Blick behalten: Holzstühle profitieren von gelegentlicher Pflege, besonders in der Heizungsperiode, wenn die Luft trockener ist. Das ist keine große Sache – ein paarmal im Jahr reicht.